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  Konrad in Tiflis
  Juli
 

29.07.2011

Abschied

Jetzt sitze ich hier im Flugzeug zurück nach Deutschland. Auf der einen Seite freue ich mich, kann endlich meine Familie, Freunde und vor allem meine Freundin in Deutschland wieder sehen. Auf der anderen Seite bin ich ein wenig traurig. Eben konnte ich noch ein letztes Mal, vom Flugzeug aus, die Lichter Tbilissis, exakt sogar den Fernsehturm erkennen. Die Lichter jedoch wurden schnell immer kleiner und verschwanden bald. Mein Jahr als Kulturweitfreiwilliger in Georgien ist vorbei. Ein Jahr, welches mir viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen gebracht hat, auch wenn viele erst spät kamen. Es war ein tolles Jahr, in dem ich viele nette, hilfsbereite und tolle Menschen kennengelernt habe, aus dem ich aber auch vieles lernen konnte. Ich denke es hat mir sehr weitergeholfen. Wie ich außerdem auf dem Weg von der Innenstadt zum Flughafen, im Taxi festgestellt habe, ist Tbilissi zu einer Art zweiten Heimatstadt für mich geworden. Während des ganzen Jahrs habe ich mich hier wirklich sehr sicher, willkommen und wohl gefühlt. Es wird eine Zeit dauern, bis ich mich wieder an die deutschen Verhältnisse gewöhnt habe. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen bald wiederzukommen, nach Georgien. Es war ein tolles Jahr und ein sehr wichtiges für mich. Ich bin wirklich dankbar, dass ich es erleben durfte und möchte es auch jedem weiterempfehlen und jedem dazu raten so eine Chance zu nutzen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner Organisation „kulturweit“, welche mir dieses Jahr erst ermöglicht haben, bei meiner Familie und meiner Freundin die mich so gut es ging unterstützt haben, bei den Lehrerinnen der 52. Schule und meinem Betreuer Wolle welche sich immer um mich gekümmert haben, wenn es nötig war und natürlich bei den tollen Menschen, die dieses Jahr so schön gemacht haben wie es war. Denn dies war es, trotz aller Probleme die aufgetreten sind, zweifelsohne! VIELEN DANK FÜR DIE SCHÖNEN ERLEBNISSE!
 



17.07.2011

Am Schwarzen Meer

Mein letzter Ausflug als kulturweit-Freiwilliger ging ans Schwarze Meer. Zusammen mit meinen Mitbewohnerinnen, Annabell aus Telavi und 2 weiteren kulturweit-Freiwilligen aus Arminen, … und … fuhren wir also zuerst nach Poti, einer reinen Industrie-Hafenstadt, in der der Strand zwar nicht mit dem Ostseestrand von Strahlsund mithalten konnte, in der man sich aber jedoch leicht verlaufen konnte, wie wir selbst feststellen mussten. Am nächsten Tag genossen wir in Ureki den schwarzen Sandstrand und das halbwegs blaue und warme Meer, sowie einen Sonnenuntergang, den wir im Gegensatz zum Vortag diesmal nicht verpassten. Da es in Ureki nicht viel mehr, als den Strand gab, verbrachten wir den Tag in der Sonne liegend, was wir einen Tag später noch bitter bereuen sollten. Wir alle hatten Sonnenbrand. Von den Füßen bis zum Kopf waren wir alle, jeder an anderen Stellen krebsrot verbrannt. Trotzdem liefen wir abends noch einmal die Promenade Korbuletis entlang, einem Ort der über 10 Kilometer lang ist, aber nur 2 Straßen besitzt. Folglich reichen die von der Bierfirma „Nataktari“ gesponserten Hausnummern auch über die Zahlen 800.  Am letzten Tag machten wir morgens eine Exkursion in ein Sumpfgebiet, welches eine Vielzahl an Tierarten und Pflanzen für uns zur Besichtigung bereit hielt und gleichzeitig ein offizieller Nationalpark war. Nachmittags ging es dann mit der Marschrutka nach Batumi, wo wir den örtlichen, äußerst vielfältigen botanischen Garten besuchten, einen kurzen Promenadenspaziergang unternahmen und anschließend mit dem Nachtzug zurück nach Tbilissi fuhren. Während meines letzten Ausflugs zeigte sich Georgien noch einmal von seiner schönsten Seite. Bald werde ich Georgien verlassen müssen. Es wird mir fehlen.
 



04.07.2011

Zwei unterschiedliche Tagesausflüge

Letzte Woche habe ich wieder zwei kleine Tagesausflüge gemacht, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zuerst ging es zur Felsenstadt Uplisziche in die Halbwüste und danach in den grüne Kurort Borjomi und den anliegenden Mineralwasserpark.

In die Wüste reisten wir, indem wir zuerst eine Marschrutka nach Gori benutzten und dort anschließend in einen alten, kleinen Regionalbus stiegen. Gemeinerweise war dieser an georgische Größenverhältnisse angepasst und so nur ungefähr 1,7 Meter hoch. Wer größer war hatte also Pech. Nach ungefähr einer halben Stunde waren wir aber dann am Ziel angekommen und so konnte auch ich wieder aufrecht stehen. Nach kurzer Wanderung durch die karge, aber beeindruckende Landschaft, bei georgischer Mittagssonne, erreichten wir endlich die Felsenstadt. Uplisziche ist eine Höhlenfestung die schon während der Bronzezeit entstand und bis zum 13. Jahrhunderts als starkes Bollwerk gegen Feinde existierte. Danach wurde sie von den Mongolen erobert und weitgehend zerstört. Die Temperaturen in den Wohnhöhlen waren, im Gegensatz zur sonstigen Gluthitze, sehr angenehmen. Nachvollziehbar warum sie im Sommer, wahrscheinlich auch früher wohl sehr beliebt gewesen sein müssen. Besonders wohl fühlten sich auch zwei Tierarten. So zum einen Fledermäuse, die es sich im Dunkeln der Eingangshöhle gemütlich gemacht hatten. Zum anderen unzählige Geckos, die sich auf den Steinen sonnten und  die Wärme genossen. Wir haben natürlich viele Fotos gemacht die zu späterem Zeitpunkt auch in der Galerie auftauchen werden. Nachdem wir alles besichtigt hatten, war die Herausforderung natürlich, aus dem nichts der Halbwüste wieder nach Tbilissi zu kommen. Aber wie immer in Georgien hatten wir auch diesmal wieder Glück. So trafen wir dann, zufällig am Eingang, eine sehr hilfsbereite Familie aus Deutschland, die uns netterweise im  Jeep mit zurück in die Hauptstadt nahm. Alles war wieder einmal super gelaufen und wieder einmal war auch ein schöner Ausflugstag vorbei.

Doch schon wenige Tage später ging es dann nach Borjomi. Eine Stadt die schon in der Sowjetunion für ihre heilenden Quellen und als schöner Kurort bekannt war. Aus Borjomi kommt auch eines der  beliebtesten Mineralwässer Georgiens, mit welchem ich mich bis jetzt aber noch nicht wirklich anfreunden kann, da der Schwefelgehalt sehr hoch ist und das Wasser dadurch sehr gewöhnungsbedürftig schmeckt. Die Natur in der Umgebung der Kleinstadt fand ich dafür richtig klasse. Alles war grün, auch die Stadt war schön und das auch ohne ihren Charakter zu verlieren. Es war tolles Wetter und so wanderten wir durch einen gemütlichen, angenehm kühlen Wald, mit kleinem Fluss, in Richtung der Heilquelle. Wie schon oft war auch hier der Weg das Ziel, denn die Qulle war leider menschenüberfüllt und auch sonst nicht sehr gemütlich. Deshalb kehrten wir nach kurzer Rast bald wieder um und machten direkt am Fluss eine erholsame Pause, in der ich auch Zeit hatte ein bisschen durch den Fluss zu waten und das kühle Nass zu genießen. Zum Abschluss der Wanderung fuhren wir, mit einer etwas älteren Seilbahn, direkt auf einen der Berge, entschlossen uns aber bald, da ein Gewitter aufzog, umzukehren und nach Hause zu fahren. Auch dieses Mal hätte die Rückreise fast nicht besser ablaufen können. Nach einem kurzen Kaffe mit Erdbeertorte, wieder zurück in der Stadt, erreichten wir direkt eine Marschrutka welche nach Tblissi aufbrach.

 






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